Helmut Zerlett setzt auf ZERO SL MkII

Fri, 2010-09-17 00:00

Nach seiner Musikausbildung an Hammond- Kirchenorgel und Klavier in den 1960er Jahren arbeitet Helmut Zerlett fortan mit Jaki Liebezeit von CAN und machte Studioaufnahmen und Alben. Auch für Reebop Kwaku Baah und Holger Czukay griff er in die Tasten. In den 1980er Jahren weilte er als Musikproduzent in London und war unter anderem in den Abbey Road Studios und den Matrix Studios aktiv. In dieses Jahrzehnt fällt auch die Gründung seines eigenen Projekts „Unknown Cases“, wo er sowohl als Komponist wie auch als Musiker immer noch aktiv ist. Als Filmmusikkomponist arbeitet er in dieser Zeit auch mit Udo Kier und Rainer Werner Fassbinder zusammen. 1987 startet er die Zusammenarbeit mit Marius Müller Westernhagen und spielt einige sehr erfolgreiche Live-Tourneen mit dem deutschen Star-Rocker.

Mitte der 1990 beginnt für Helmut Zerlett ein neues Kapitel mit der Harald Schmidt Show, wo er als Musical Director einem noch größeren Publikum bekannt wird. Die Show des Talk-Profis Schmidt zeichnet sich von Anfang an durch eine Mischung aus Comedy-Elementen, illustren Talk-Gästen und einer sehr gut eingespielten Band aus, die den musikalischen Teppich legt und ein sehr wichtiges Element im Show-Konzept ist. „Das ist immer wieder eine sehr spannende Sache,“ erzählt Zerlett, und fährt fort: „Wir haben ein gewisses Grundrepertoire and Stücken und einige Einspieler, die wir abfeuern können, aber du musst sehr konzentriert sein und immer darauf achten, was Harald Schmidt gerade macht, um darauf reagieren zu können.“ Mit kurzen Unterbrechungen ist Helmut Zerlett seit dieser Zeit immer für die Show aktiv gewesen und hat für unzählige berühmte Kollegen die Backings gespielt.

Seitdem die Harald Schmidt Show nur noch einmal pro Woche ausgestrahlt wird, kann er sich wieder vermehrt der Filmmusik und eigenen Projekten widmen. In seinem Kölner Studio entstanden und entstehen die Filmkomposition und neben seiner geliebten Hammond-Orgel und diversen Synthesizer-Originalen arbeitet Helmut Zerlett mit einem Logic-Pro-System, das verschiedene virtuelle Klangerzeuger umfasst, um vor allem die für Filmmusik sehr wichtigen Streicher-Sounds in bester Qualität zur Verfügung zu haben. Um seine Plug-in-Instrumente und –Effekte besser im Griff zu haben, setzt er einen ZERO SL MkII Controller von Novation ein. „Andy Weidinger, ein etablierter Filmkomponist, hat mich auf die Idee eines komplexeren Controllers gebracht“, erzählt Zerlett. „Christoph Zirngibl, mein Partner bei vielen Filmprojekten, hat dann für uns das ZERO SL getestet und empfohlen. Da ich vor Urzeiten auch schon mit der Novation Bass Station gearbeitet habe, ist mir die Marke natürlich angenehm vertraut.“ Dabei kommt der Controller vor allem zur Steuerung von Vienna Ensemble Pro zu Einsatz, wo er VI, sowie über Kontakt 4 Siedlaczeks Sample Modeling sowie LASS steuert. Besonders liebt Helmut Zerlett die Möglichkeit, mehrere Dinge gleichzeitig steuern zu können: „Dass ich gleichzeitig, wie die Zugriegel einer Hammond, mehrere Funktionen, z.B. Velocity, Ausdruck, Timbres und Volume sowie bis zu 16 verschiedene Techniken (Legato, Sustain, Pizzicato, etc.) steuern kann, ist schon klasse. Das gibt mir viel Freiheit und Ausdrucksmöglichkeiten. Gerade bei der Filmmusik ist das natürlich ein großer Vorteil.“

Um sein ZERO SL MkII an sein Setup anzupassen, hat er einige Zeit in die Programmierung gesteckt: „Für oben genannte Steuerung muss man schon selbst programmieren. Wir haben uns ein entsprechendes Setup erstellt und an unsere Bedürfnisse angepasst, um das Optimum herauszuholen.“